| Dirt
Days 2007 Bericht Bernd Hupfauf
Dirt Days - Master
of Dirt, Habach/Penzberg, tiefstes Oberbayern
MoD stand mal für „Method of Destruction“ und war
eine Hardcore Crossover Band der wilden 90er, bei der der Name auch Programm
war. Die Parallelen zum hier behandelten MoD, dem Master of Dirt in Habach/Penzberg,
liegen näher als man glaubt: Der Event ist auch seit den 90ern am Leben.
Streckenwahl: Hardcore – also eng, verschachtelt und auf betonhartem
Untergrund. Zerstörung: Bikes, Körper und abends im Festzelt: Teile der
Leber …. Crossover: Motocross und Enduro. In etwa Gleichberechtigt. Einziger
auffälliger Unterschied: Während die Band irgendwann mal in der Versenkung
verschwunden ist, bleibt in Penzberg Jahr für Jahr ein MASTER OF DIRT übrig.
Heuer waren’s knapp 400, die’s werden wollten.
Auf einer zur drehenden,
anstrengenden Endurostrecke erweiterten Crossbahn treffen sich bei den Dirt
Days Jahr für Jahr der gesamte süddeutsche und westösterreichische Offroad
Motrrad-Adel, um pünktlich zum Saisonbeginn eine Genre-übergreifende
Standortbestimmung – in sehr lockeren Rahmen, unter Freunden – auszufahren.
Es kommen sowohl gestandene Alpencupper als auch konditionsstarke Cross
Country Reiter und Enduristen, um sich vor den zahlreichen Zusehern zu
messen. Das Rennen ist frei, gehört zu keiner Serie oder Meisterschaft, und
die Veranstalter, der AMC Penzberg EV, sowie die Jungs vom Furchenadel
nutzen diese Freiheit, um auch kurstechnisch neue, innovative Wege
beschreiten zu können. Bei den DD ist es normal, als Abkürzung über ein
Schrott-Auto drüberfahren zu dürfen, oder eine Freestyle-Motocross Rampe als
Abkürzung zu nehmen. Es gibt ja auch Chicken-Lines.
Während die
Qualifikationsläufe am Samstag und Sonntag Vormittag in vier Alters-Klassen
nach bewährtem Zwei Stunden Cross-Country Modus - wer am Ende die Meisten
Runden hat, ist Sieger - abgehalten werden, wartet am Sonntag Nachmittag das
große Finale, der eigentliche Master of Dirt, auf die jeweils
Klassenschnellsten. Sie alle stehen am Motocross Startgitter nebeneinander,
feuern gemeinsam los, fahren aber nur eine Runde, und der jeweils Letzte
fällt raus. Das Ganze wiederholt sich dann cirka 30 Mal, bis am Ende nur
noch Einer – der wahre „Master of Dirt“ – übrig bleibt.
Für die vielen Zuseher ist
dieses Shoot—Out ebenso eine spannende und leicht nachvollziehbare Sache:
Beinharte Kämpfe um die Hole-Shots am Ende der Startgeraden unterhalten
nahezu im Minuten-Takt, und die mehr und mehr auf Berührung fahrenden
Konkurrenten, inklusive einiger Eishockey-verdächtiger Bodychecks und
Blockpässe, lassen auch auf den Rängen das Adrenalin einspritzen. Dieses
sehr spezielle Racing-Fieber greift einfach auf Alle über. Jahr für Jahr.
Trotz unerwartet großer
Hitze und im Fortlauf des Rennens steigendem Staubaufkommen wurde auch heuer
schwer angedrückt, das bessere Ende hatte diesmal die Motocross-Fraktion,
die im technisch schwierig zu fahrenden Matsch des letzten Jahres nicht
aufzeigen konnte. Weiters war es ein MoD 2007 der nächsten Generation, die
Schnellsten der Klasse Youngsters (bis Jg. 81 ) zeigten auch beim Masters
und im Teamrennen ganz Groß auf. Einzig die beiden Haudegen Rudi Pöschl und
sein Teampartner Thomas Günther konnten den Jungen zumindest in den Läufen
der „Teamklasse“ ordentlich was Entgegensetzen, doch v.a. Pöschl ereilte im
Master ein frühes Aus, bedingt durch eine platt gesprungene Auspuff-Birne
mit anschließenden Frontflip. Stefan Hau setzte sich schlussendlich vor dem
22 jährigen Penzberger Nachwuchsreiter Andi Huber durch. Auf Drei der zweite
Furchenadelige, Striez’l Grünwald, vor dem Titelverteidiger von 2006, Thomas
Schilcher. Nur auf Platz Fünf : Rudi Pöschl.
Youngsters bis Jg. 81
1. Huber Andi Furchenadel Sarholz Racing KTM Team
2. Hau Stefan Team BvZ KTM Racing
3. Neumeier Harald KTM
4. Gundhardt
Thomas Furchenadel
5. Schilcher Thomas Team Trail+Trial
Beta
Master Jg. 80 bis 73
1. Seppo Suttner Furchenadel
2. Kötzinger Bursche MCE St.
Leonhard
3. Erhart Martin
4. Witzmann Martin
5. Ellecosta Herbert MSC-Ramsau
Senioren Jg. 72 bis 68
1. Pöschl Rudi Flatout.KTM
2. Grünwald Striezl Furchenadel
3. Hadrich Heinz Hard Oldies
4. Ebenberger Christian
5.Hörmann Thomas Furchenadel
Oldies ab Jg. 67
1. Forster Gerhard BMW 650 XC
2. Steiner Rudi Furchenadel
3. Kunert Tommy Squadra I Lupi
4. Wolf Helly Rammazotti Team Wolf
Imst
5. Leiner Tom Squadra I Lupi
Team Rennen
1. Pöschl Rudi/ Günther Thomas Westcoast
2. Neumayr Harald/ Huber Andi
Furchenadel
3. Gundhardt Thomas/ Fiechtner Alois
Furchenadel
4. Wanka Markus/ Ellecosta Herbert
MSC-Ramsau
5. Rappensberger Franz/ Berwein
Hannes D’Grouben
Master Of Dirt
1. Hau Stefan Team BvZ KTM Racing
2. Huber Andi Furchenadel Sarholz Racing KTM Team
3. Grünwald Striezl Furchenadel
4. Schilcher Thomas Team Trail+Trial
Beta
5. Pöschl Rudi Flatout.KTM
6. Neumayr Harald KTM
7. Forster Gerhard BMW 650 XC
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